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	<description>Schneiders gesammelte Grütze</description>
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		<title>Viva la Betti!</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 21:15:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grütze]]></category>
		<category><![CDATA[Barfrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß, ich weiß, eigentlich fangen diese Artikel immer mit &#8220;Introducing&#8230;&#8221; an, aber nun ja, heute geht&#8217;s um Betti und die bedarf nun wirklich keiner Vorstellung sondern vielmehr der Huldigung. Die Betti heißt eigentlich Bettina Kupsa, ist Barfrau in der &#8230; <a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2011/08/viva-la-betti/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-454" href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2011/08/viva-la-betti/barbetty/"></a><a rel="attachment wp-att-454" href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2011/08/viva-la-betti/barbetty/"><img class="alignleft size-full wp-image-454" title="barbetty" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2011/08/barbetty-e1312286749761.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a><br />
Ich weiß, ich weiß, eigentlich fangen diese Artikel immer mit &#8220;Introducing&#8230;&#8221; an, aber nun ja, heute geht&#8217;s um Betti und die bedarf nun wirklich keiner Vorstellung sondern vielmehr der Huldigung. Die Betti heißt eigentlich Bettina Kupsa, ist Barfrau in der 3 Freunde Bar und ne echte Hamburger Kiezbraut (die Österreichischen Wurzeln unterschlag ich hier mal&#8230;).</p>
<p>Betti ist ne Bombe, oder besser ne Atombombe. Und damit meine ich nicht, dass sie Tod, Angst und Schrecken verbreitet, sondern vielmehr, dass ihr Einschlag nen verdammt bleibenden Eindruck hinterlässt &#8211; also im positiven Sinne versteht sich.</p>
<p>Ich liebe Betti, weil sie schlau ist. Und laut. Und sexy. Und Stil hat. Und weil sie dreckige Witze erzählt. Und weil sie liebt was sie tut. Und tut was sie liebt. Und weil alles doppelt so viel Spaß macht, wenn sie dabei ist.</p>
<p>Für alle die, die noch nicht das Privileg hatten Betti kennen zu lernen, hier ihre Geschichte:</p>
<p><em> </em></p>
<div id="_mcePaste"><em>&#8220;Wie alles begann:</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Meine Affinität zur Gastronomie hat sich schon ziemlich früh gezeigt:</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Ich komme  aus Österreich – genauer gesagt aus der Südsteiermark, der Herzregion des Weinbaus – wo der Genuss von Alkohol zum täglichen Leben, ja sogar zum sogenannten „Guten Ton“ gehört.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Schon früh zeigte sich, dass Unabhängigkeit ein wichtiger Punkt in meinem Leben sein würde. Ich zog schon mit 12/13 los um mir einen Job zu suchen und landete in einer unserer Dorfgaststätten wo ich nun Sonntags hinterm Tresen Getränke für die illustre Nachbarschaft einschenkte – nix großes – Bier, Wein, Spritzer und Obstler. So habe ich meine Schulzeit verbracht, mir immer was dazuverdient und hatte meinen Spaß!</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Nach dem Abi gings dann recht schnell nach Hamburg – die Stadt, an die ich vom ersten Moment an mein Herz verloren hatte. Recht schnell  kam dann das Angebot eine Kneipe mitten auf St. Pauli zu übernehmen. Meine kleine „Rote Laterne“. Schön war’s, aber nach knapp 1,5 Jahren war es dann vorbei mit dem Spaß. Mit 21 hatte ich deutlich besseres zu tun, als mich mit Buchhaltung, Zahlen und Personalproblemen zu beschäftigen.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Ich kam aus der ganzen Sache mit einem blauen Auge raus und mein guter Freund und damaliger Mentor bot mir sofort einen Job in seiner Kneipe an. Alles schön und gut: aber das konnte doch nun nicht alles sein. Ich fing also an zu studieren: Marketing- Kommunikation. Lief auch alles gut. Ich hab abgeschlossen und kam wie die Jungfrau zum Kind – zu einem neuen Job in einer Eventagentur. AHA! Wollte ich das? Keine Ahnung.  Machen!  Aber den Job in der Kneipe aufgeben – NIE IM LEBEN!</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>So führte ich die nächsten Jahre mein kleines Doppelleben: Tagsüber im Büro und nachts hinter der Bar auf dem Kiez in St. Pauli. Nachfragen und gute Ratschläge wie: „Wäre es nicht an der Zeit die Kneipe an den Nagel zu hängen?“ wurden immer nur freundlich aber bestimmt abgewunken. Während dieser Zeit habe ich auch angefangen mich intensiv mit dem Thema Kommunikation zu beschäftigen und machte nebenher noch meinen Business Coach.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Die Zeit zog ins Land und ich wurde immer unzufriedener in meinem Tagesjob.  Zuviel Druck, Terminstress, Projektkrams etc. Den Nachtjob aufgeben? No way! Also was tun?</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Die  Stimme meiner Mutter, „Wer nichts wird, wird Wirt!“ wurde immer leiser und so hab ich im Frühjahr 2010 entschieden nur noch das zu tun, was mir Freude bringt: Hinter der Bar stehen… Also: Job kündigen und jemand suchen, der sich damit auskennt.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Mein Weg führte mich ins „Blaue Barhaus“,  wo ich mein Wissen über Alkohol und Drinks vertiefen und ausbauen konnte.  In dieser Zeit habe ich jede Menge interessanter und wunderbarer Menschen kennen gelernt, die mich und mein Vorhaben unterstützten.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Dann hatte ich das Gefühl mein Wissen noch untermauern zu müssen,  meinen Entschluss das reguläre Leben hinzuschmeißen zu legitimieren.  Also war ich 5 Wochen in Rostock um meinen Barmeister zu machen. Vorab wollte ich schon hinschmeißen, so schlecht war das Feedback auf diesen Plan…. Hab ich aber nicht und war da – mit 13 anderen Menschen – natürlich nur Männern. Und? Es war eine tolle Zeit und ich hab wirklich viel gelernt. Dass ich die Beste in meinem Kurs war wollte ich eigentlich nicht erwähnen, oder doch..?  ;))))</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Seit April bin ich nun wieder in Hamburg und arbeite &#8211; unter anderem &#8211; in der „3Freunde Cocktailbar“. Dort konnte ich mich vom ersten Tag an voll einbringen, vieles ausprobieren und mich frei entfalten. Ich freue mich auf die Zukunft, auf weitere spannende Projekte und neue Menschen. Die Zeit wird zeigen, wohin die Reise geht…</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Ob ich je Probleme mit Männern hatte? Viele! Im Job? NIE! Ganz im Gegenteil – es waren in erster Linie Männer, die mich  unterstützt haben und mir mit Rat und Tat zur Seite standen. (</em>Naja, Frauen gab&#8217;s unter den Kollegen wahrscheinlich auch nicht viele&#8230; #Anmerkung Redaktion#<em>)</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Fazit: Ich liebe meinen Job und ich liebe Menschen! Womit wir dahin kämen, worüber ich mich oft ärgere: Ja, ich finde es auch gut immer das älteste und „beste“ Rezept für einen Drink zu wissen. Ja es ist toll immer noch einen besseren Bitters zu haben und ja, wir können alles bis zur Perfektion ausreizen!  ABER: Bitte vergessen wir nicht was wir am Ende des Tages sein sollten: Nämlich Gastgeber &#8211; keine Lehrer und Besserwisser – sondern GASTGEBER!</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Für den perfekten Drink würde ich bestimmt weite Wege in Kauf nehmen, aber für das Gefühl willkommen zu sein würde ich auch wiederkommen!</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>In diesem Sinne,</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Dickes Küsschen</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Betti&#8221;</em></div>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>Persönliche Einladung&#8230;oder auch nicht!</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 14:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grütze]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wird wieder gepöbelt! Und sicherlich werden mir das einige übel nehmen. Denn es geht um ein Luxusproblem. Zur Zeit flattern absurd viele Einladung zu irgendwelchen von Brands veranstalteten Bartender Events in meinen größten Teils virtuellen Briefkasten (den Vogel schießt &#8230; <a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2011/08/personliche-einladung-oder-auch-nicht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-585" href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2011/08/personliche-einladung-oder-auch-nicht/invitation/"><img class="alignleft size-medium wp-image-585" title="invitation" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2011/08/invitation-300x178.jpg" alt="" width="300" height="178" /></a>Heute wird wieder gepöbelt! Und sicherlich werden mir das einige übel nehmen. Denn es geht um ein Luxusproblem.</p>
<p>Zur Zeit flattern absurd viele Einladung zu irgendwelchen von Brands veranstalteten Bartender Events in meinen größten Teils virtuellen Briefkasten (den Vogel schießt da glaube ich gerade Grand Marnier ab mit drei Events in drei Wochen.).</p>
<p>Das ist an sich ne schöne Sache. Man freut sich immer über die Gelegenheit, mit Freunden bei dem ein oder anderen Freigetränk nett zu plaudern.</p>
<p>Nur scheint die Berliner Barszene zur Zeit derart übersättigt an solchen Events, dass keiner mehr hingeht. Das wiederum führt dazu, dass man möglichst viele Leute einlädt, oder es gleich öffentlich auf Facebook postet, in der Hoffnung so die Veranstaltung irgendwie voll zu kriegen. Wenn man dann tatsächlich doch mal hingeht, begegnen einem dann vielleicht noch zwei &#8211; drei bekannte Gesichter, womit oben genannte Motivation diese Veranstaltungen zu besuchen hinfällig wird und man in Zukunft eher zu Hause bleibt.</p>
<p>Der Stein des Anstoßes für diesen Artikel und sicherlich auch ein Grund für das Fernbleiben vieler Bartender, ist jedoch ein anderer.</p>
<p>Eine &#8220;Persönliche Einladung&#8221; landete in meinem e-mail Eingang. Naja, eigentlich in allen dreien. Hatte man wohl einfach mal an den ganzen Verteiler &#8220;Bar&#8221; geschickt, anstatt an Menschen. Okay.</p>
<p>Nun hatte diese &#8220;persönliche Einladung&#8221; aber nicht mal ne Anrede. Also sehr &#8220;persönlich&#8221; ist das ja jetzt nicht&#8230;</p>
<p>Eingeladen wurde auch gleich zu drei Events in Frankfurt, München und Berlin. Hmm&#8230;man spart sich natürlich sehr viel Arbeit wenn man nicht noch drei verschiedene Einladungen mit drei verschiedenen Daten an drei verschiedene Verteiler schickt.</p>
<p>Abschließend stand auch kein Name des Verfassers oder sonst wie &#8220;persönliche&#8221; Grüße.</p>
<p>Darüber hinaus erschien die Veranstaltung auch zur gleichen Zeit als offene Veranstaltung auf Facebook. Jeder ist willkommen.</p>
<p>Wow, das wertet die &#8220;persönlich Einladung&#8221; erst so richtig auf!</p>
<p>Eingeladen wurde zu einem Workshop, der mich in die künstlerische Welt des Cocktailmixens einführt, den ein ehemaliger Kollege von mir macht.</p>
<p>Are you out of your fucking mind? Ich mach den Scheiß seit fasst 10 Jahren. Ladet doch gleich zu nem Workshop im Schnürsenkel binden!</p>
<p>Was genau bewirkt so eine Einladung? Abgesehen davon, dass sie gleich im Papierkorb landet, lässt sie die dahinter stehende Marke ziemlich blöd aussehen, weil sie eine unprofessionelle Agentur beauftragt haben, die die Branche nicht kennt und die darüber hinaus nicht ihre Hausaufgaben gemacht hat. Werbeeffekt = &#8211; 100.</p>
<p>Mancher mag jetzt denken: &#8220;die blöde Kuh, soll doch froh sein, dass sie überhaupt eingeladen wird&#8221;. Aber ganz so einfach ist das eben auch nicht. Die Industrie lädt uns ja (in den meisten Fällen) nicht ein, weil wir so gute Freunde sind und sie uns unbedingt was gutes tun will. Im Grunde genommen sollen wir unsere Freizeit opfern um uns (auch in den meisten Fällen) irgendein Marketinggewäsch anzuhören, oder uns der Marke in irgendeiner Form emotional zu verpflichten um dann im Endeffekt mehr von dem Produkt zu verkaufen. Wir sind am Ende die, die entscheiden, was beim Gast im Glas landet und was nicht. Also, ihr wollt was von uns? Dann gebt euch verdammt noch mal auch ein bisschen Mühe!</p>
<p>Ein Gegenbeispiel dazu: Vor ungefähr zwei Wochen lagen auf meinem Schreibtisch zwei wunderschöne rote Umschläge, mit Goldstift per Hand namentlich adressiert an mich und meine Stellvertreterin (was uns echt ziemlich vom Hocker gehauen hat, da die Gute noch keine Woche bei uns war). Darin war eine Einladung auf sehr hochwertigem Papier mit persönlicher Anrede und Unterschrift des Verfassers. &#8220;Oh wie schön!&#8221; Haben wir gesagt. &#8220;Wer kann denn das gewesen sein?&#8221;&#8230;&#8221;Wer informiert sich denn so gut, dass er schon wissen kann, dass ich jetzt hier arbeite?&#8221; Natürlich Barworkz. Wer sonst? Wer sonst würde sich zum Beispiel die Arbeit machen, niedlich bedruckte, kleine Zettel in noch kleinere Röllchen zu rollen, diese in winzige leere Flaschen zu friemeln und die dann in der ganzen Stadt zu verteilen? Oder Schifffahrten zu organisieren anstatt mal wieder nen tasting in den ewig gleichen Bars zu veranstalten?</p>
<p>SOWAS ist ne persönliche Einladung!</p>
<p>Und deshalb geh ich am 15.08. auch zum Lillet Après Midi in&#8217;s La Raclette und nicht zum Barfrauenfrühstück (was eher &#8220;Frühstück für Barfrauen und andere Mädels, die vielleicht vorbei kommen möchten&#8221; heißen sollte) im &#8211; gähn, schon wieder- Amano.</p>
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		<title>Introducing&#8230;Diana Deege</title>
		<link>http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2011/04/introducing-diana-deege/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 21:02:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grütze]]></category>
		<category><![CDATA[Barfrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Zyankali Bar]]></category>

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		<description><![CDATA[Tada! Endlich tut sich wieder was in meiner Grützesammlung. Ich hatte euch ja schon vor geraumer Zeit angedroht, dass ich durchaus noch die ein oder andere coole Braut für meine Barfrauenreihe auf dem Kieker hab und da der liebe Herr &#8230; <a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2011/04/introducing-diana-deege/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><a rel="attachment wp-att-419" href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2011/04/introducing-diana-deege/di1-1/"><img class="alignleft size-medium wp-image-419" title="di1 (1)" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2011/04/di1-1-273x300.jpg" alt="" width="273" height="300" /></a>Tada! Endlich tut sich wieder was in meiner Grützesammlung. Ich hatte euch ja schon vor geraumer Zeit angedroht, dass ich durchaus noch die ein oder andere coole Braut für meine Barfrauenreihe auf dem Kieker hab und da der liebe Herr Wüstenhagen mir ein wenig Feuer unterm Hintern gemacht hat &#8211; von wegen &#8220;wenn du eh nichts mehr drüber schreibst, kann ich das ja machen&#8221; &#8211; hab ich mich aufgerappelt und mir einige neue Geschichten gefangen.</div>
<div>.</div>
<div>Und mit einer wirklich coolen Braut will ich auch gleich anfangen. Scharfes Teil trifft es eigentlich auch ganz gut. Es geht um eine kluge Giftmischerin mit großem Herz und weit über zwanzig Jahren Barerfahrung.</div>
<div>.</div>
<div id="_mcePaste">Aber ich überlasse ihr lieber gleich selbst das Wort, denn sie kann ihre Geschichte viel besser erzählen als ich&#8230;viel Spaß beim Lesen!</div>
<div>.</div>
<div>.</div>
<div id="_mcePaste"><em>&#8220;Als Kind einer Gastrofamilie ist es vermutlich genetisch vorprogrammiert, dass man irgendwie selbst auch in der Gastronomie landet. In meinem Fall hat das ganze in den 70er Jahren im Schwimmbadimbiss meiner Tante begonnen.</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Zum Pommes braten war ich damals noch zu klein, deshalb überließen sie mir den Job, die Pfandflaschen anzunehmen. Schicksalhaft für mein weiteres Berufsleben, wie sich herausgestellen sollte.</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Das &#8211; festhalten &#8211; Sommerbad Kreuzberg war in den 70ern schon rappeldicke voll und Bier (gelegentlich auch mal ne Cola) wurde in Massen konsumiert. Ergo hatte ich mit 8 oder 9 Jahren meinen ersten Hochgeschwindigkeitsjob.</em></div>
<div><em>.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Naja und Kreuzberger Tagen folgen ja bekanntlich die Nächte, die mich dann recht schnell aus Morpheus Armen rissen. Zum Leidwesen meiner Eltern! Statt der geplanten Ausbildung hab ich nach dem Schulabschluss lieber hinter diversen Tresen gestanden. Falls &#8220;echte&#8221; Berliner zu den Lesern gehören sollten, könnte es an dieser Stelle peinlich für mich werden. Glorreiche Discos wie Linientreu, Big Apple, Flashdance, Roller Skate Center&#8230;gehören da auf jeden Fall auf meinen Zettel.</em></div>
<div><em>.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Das Frau-und-Tresen-Ding war damals noch ein großes Thema. Normalfall wäre gewesen, ich hätte im Service gearbeitet, aber das funktioniert bei mir nicht. Ich würde die Hälfte der Bestellungen nicht hören, denn mein rechtes Ohr ist nur noch zur Zierde an seinem Platz und ohne Funktion.</em></div>
<div><em>.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Ich kann mich nicht erinnern mit den männlichen Kollegen Probleme gehabt zu haben, eher waren es die Chefs bei denen man Überzeugungsarbeit leißten mußte.</em></div>
<div><em>.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Dann später in München war das anders. Da waren die Chefs so leicht zu behandeln wie Buntwäsche und haben fast alles für eine gute Barfrau getan. Da gab´s dann auch die Vollprofis, die mir den vollen Input verpasst haben. Während Ende der 80er in Berlin noch Grüne Wiese und Futschi als Cocktail galten, haben mir die Jungs in München bereits die abgefahrensten Cocktairezepte beigebracht. Learning by doing ist ein harter Job wenn du in nem Laden mit 1200 Gästen stehst&#8230;</em></div>
<div><em>.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>In den vergangenen 25 Jahren (oder so) hab ich gefühlte 1000 Tresen gesehen aber meine Tendenz ging nie in Richtung &#8220;gehobene Gastronomie&#8221;. Das war mir schon immer zu zugeknöpft und, by the way, zu fake. Ich bevorzuge Rock´n´Roll, volle Tresen, laute Musik, arbeite lieber unter Druck als unter Beobachtung. Lob und Hudel sind mir egal. Ich brauch keinen Award und wenn ich mal irgendwo ein Rezept einreiche, dann tue ich es für Vati (Tom Zyankali). Überhaupt, mein Herz schlägt schwarz gelb und das meine ich nicht politisch! Wären da nicht Tom und seine Zyankali Bar, ich wäre wohl schon lange nicht mehr aktiv am Tresen.</em></div>
<div><em>.</em></div>
<div><em>.</em></div>
<div><em><br />
</em></div>
<div id="_mcePaste"><em>Wenn ich in meinem Job irgendwas gelernt habe, dann dass wir alle Menschen sind. Die hinter und die vor dem Tresen&#8230;&#8221;</em></div>
]]></content:encoded>
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		<title>I like&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Nov 2010 17:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grütze]]></category>
		<category><![CDATA[BCB]]></category>
		<category><![CDATA[Reingold]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;Reingold. Sehr sogar. Um genau zu sein ist das Reingold nämlich an allem schuld. Eigentlich wollte ich überhaupt gar nie nach Berlin. Scheiß Entwicklungsland hab ich gesagt. Dreckiger Haufen Steine hab ich gesagt. Ich wollte ins wunderschöne, mondäne Hamburg, hatte &#8230; <a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/11/i-like-4/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-406" href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/11/i-like-4/allemagne_berlin_vie_nocturne_bars_reingold/"><img class="alignleft size-full wp-image-406" title="allemagne_berlin_vie_nocturne_bars_reingold" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/11/allemagne_berlin_vie_nocturne_bars_reingold-e1290358234987.jpg" alt="" width="240" height="160" /></a>&#8230;Reingold.</p>
<p>Sehr sogar.</p>
<p>Um genau zu sein ist das Reingold nämlich an allem schuld. Eigentlich wollte ich überhaupt gar nie nach Berlin. Scheiß Entwicklungsland hab ich gesagt. Dreckiger Haufen Steine hab ich gesagt. Ich wollte ins wunderschöne, mondäne Hamburg, hatte auch schon ein Angebot dort.</p>
<p>Aber dann kam der BCB 2008 und die Auftaktparty im Reingold. Was soll ich sagen, ich hab mich verliebt. In diese Bar und in die Stadt, die solche Bars hat. Das Reingold ist nämlich meine Bar. Also nicht in dem Sinne, dass es mir gehört oder sowas. Aber wir alle haben ja so eine Vorstellung von der perfekten Bar, UNSERER Bar, wie wir sie gerne hätten, könnten wir uns eine backen. Ich würde mir das Reingold backen.</p>
<p>Der längliche Schnitt, der lange Tresen, die wenigen Tische, die nah genug am Tresen stehen, dass der Gast sich die Drinks auch selbst holen kann, die kleine Lounge am Ende und die kleine aber schöne Terasse sind die perfekten Voraussetzungen um mit relativ wenig Personalaufwand richtig Umsatz zu schieben. Dazu kommen das bis zur Arbeitskleidung der Mitarbeiter durchgezogene Design- und Musikkonzept und das warme, indirekte Licht die eine absolute Wohlfühlatmosphäre erzeugen. Addiert man noch die Qualität der Drinks und die guten Preise dazu hat man die perfekte Bar.</p>
<p>Und das Konzept geht auf. Während sich andere großartige, ambitionierte Bars gerade so über Wasser halten, verdient das Reingold tatsächlich Geld.</p>
<p>Den Unterschied macht sicher nicht zuletzt David Wiedemann, der als Gastgeber einfach alles richtig macht. Im Reingold fühle ich mich immer willkommen und geschätzt, auch noch um fünf Uhr morgens wenn andere Bars dich längst vor die Tür setzen, was wahrscheinlich auch der Grund ist, weshalb man nicht einfach mal kurz auf einen Drink ins Reingold gehen kann. Hat man den Laden erst einmal betreten kommt man vor sechs Uhr morgens nicht mehr raus. Dabei ist es egal, ob man viele bekannte Gesichter trifft oder nicht, denn wenn David da ist, kennt man am Ende des Abends so oder so den halben Laden.</p>
<p>Und was für Abende das schon waren&#8230;schöne, lustige, wütende, kuriose, besinnungslos betrunkene, durchgetanzte, klatschnass verschwitzte, durch debattierte und durch geknutschte Abende&#8230;aber langweilige waren noch nie dabei.</p>
<p>Was wohl der nächste Abend im Reingold bringt&#8230;</p>
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		<title>Die blinde Erleuchtung</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 16:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grütze]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;oder warum Blindtastings der einzig wahre Weg zur eigenen Meinung sind. Wir sind alle Opfer, verblendete, verblödete, kleine Marketingopfer. Ihr braucht jetzt garnicht den Kopf schütteln, isso! In einem Umfeld von Menschen, die gerne laut und ständig Ihre Meinung kundtun, &#8230; <a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/09/die-blinde-erleuchtung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-390" href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/09/die-blinde-erleuchtung/idea/"><img class="alignleft size-full wp-image-390" title="idea" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/09/idea-e1284304857310.gif" alt="" width="198" height="280" /></a>&#8230;oder warum Blindtastings der einzig wahre Weg zur eigenen Meinung sind.</p>
<p>Wir sind alle Opfer, verblendete, verblödete, kleine Marketingopfer. Ihr braucht jetzt garnicht den Kopf schütteln, isso!</p>
<p>In einem Umfeld von Menschen, die gerne laut und ständig Ihre Meinung kundtun, auf Blogs, in Zeitschriften oder persönlich über&#8217;n Tresen, ist es nahezu unvermeidlich sich hin und wieder die ein oder andere Fremdmeinung anzuziehen. Ich selbst hab mich schon dabei erwischt, wie ich ein total überzeugtes Urteil über Produkt XY abgab, ohne es jemals selbst in den Fingern gehalten zu haben, einzig und allein auf der Basis der Meinung anderer.</p>
<p>Der Meyer lässt uns Elijah Craig gut finden, der Pannek sorgt dafür, dass wir Asbach kaufen, Goncalo erzählt uns vom großartigen Sipsmith und Gabanyi macht uns klar, dass Ardbeg richtig guten Whisky macht.</p>
<p>Und das sind jetzt noch nichtmal die bezahlten Meinungsbildner. Überlegt mal wie viel salonfähiger Bacardi Superior geworden ist, seit so ne coole Sau wie Steffen Lohr dafür die Werbetrommel rührt, welchen Imagegewinn Phil Duff Bols gebracht hat und wie der fantastische Herr Sudeck unser Bild von Tequila verändert hat.</p>
<p>Ohne dass wir es merken schleicht sich eine Art Kollektivmeinung in unser Hirn und verseucht uns mit Halbwissen und Vorurteilen &#8211; positiven wie negativen. Das einzige, was wir dagegen tun können, ist uns ab und zu selbst infrage zu stellen. Eben die Birne in regelmäßigen Abständen immer mal wieder so richtig aufmachen. Und das funktioniert eben nur wirklich, wenn wir es schaffen vollkommen unvoreingenommen an eine Spirituose ranzugehen und sie mit unseren Sinnen komplett neu zu entdecken.</p>
<p>Wie machen wir das? Ganz klar mit einem Blindtasting.</p>
<p>Wenn man das Glück hat ihn Berlin zu wohnen, ist das relativ einfach. Man findet sich einfach in regelmäßigen Abständen im Mixology Office ein und geht mit unschätzbaren Erkenntnissen wieder nach Hause. Auch in anderen großen Städten werden mittlerweile des öfteren von der  örtlichen Bartendervereinigung Tastings angeboten - wenn auch manchmal von der Industrie und nicht so wirklich blind. Hat man diese Möglichkeiten nicht, kann ich nur empfehlen immer mal wieder durch die bareigenen Spirituosen zu gehen und mit den Kollegen (vor allem auch denen im Service, denn die müssen den Stoff ja auch verkaufen) ein hausinternes  Miniblindtasting durchzuführen.  Ich verspreche euch erstaunliche Erkenntnisse.</p>
<p>A propos erstaunlich, erstaunlichen Mut hat gerade vor ein paar Tagen Sierra Tequila bewiesen. Es war geladen zu einem doppelten Blindtasting, d.h. nicht mal die Menschen, die das Tasting geleitet haben wußten, was im Glas ist (was ich mit absoluter Sicherheit sagen kann, da ich einer davon war). Außerdem wurden so namhafte Vertreter wie Corralejo, Patron und 1800 mit in den Ring geschickt &#8211; und das sowohl mit dem Milenario wie auch dem roten Hut, der für mich DAS Paradebeispiel für ein schlechtes Image ist. Und siehe da: erfahrene Barleute haben zum größten Teil den gewöhnlichen Sierra besser bewertet als den Patron.  Q.E.D.!</p>
<p>Ohne jetzt hier für Sierra Tequila eine Lanze brechen zu wollen, muß ich doch den Hut ziehen vor diesem mutigen Experiment, welches auch so richtig in die Hose hätte gehen können. Ich würde mir wünschen mehr Vertreter der Spirituosenindustrie würden sich sowas trauen anstatt uns mit sinnleerem Marketinggewäsch für dumm zu verkaufen. Nein, ich fang jetzt nicht schon wieder an zu wettern. Ganz im Gegenteil. Ein Kompliment will ich machen. Dem Sierra-Mann für sein Engagement, seine Ehrlichkeit und sein Vertrauen ins eigene Produkt.</p>
<p>So, genug geschleimt. Meine Rechnungsadresse haste ja Herr Sudeck..?</p>
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		<title>Auferstanden von den Toten</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 10:08:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grütze]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;ist Gott sei dank mein Computer. Vollkommen virusbefreit und wieder uneingeschränkt funktionstüchtig &#8211; sagt der Computerdoktor. Na mal sehen. Für alle, die nichts von meinem Schicksalsschlag mitbekommen haben, hier die Kurzfassung: Ein hundsgemeiner Virus hat mein Antivirusprogramm blockiert (kleiner Tipp: &#8230; <a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/08/auferstanden-von-den-toten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-373" href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/08/auferstanden-von-den-toten/computer_cartoon/"><img class="alignleft size-full wp-image-373" title="Computer_Cartoon" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/08/Computer_Cartoon-e1280916267940.jpg" alt="" width="202" height="220" /></a>&#8230;ist Gott sei dank mein Computer. Vollkommen virusbefreit und wieder uneingeschränkt funktionstüchtig &#8211; sagt der Computerdoktor. Na mal sehen. Für alle, die nichts von meinem Schicksalsschlag mitbekommen haben, hier die Kurzfassung: Ein hundsgemeiner Virus hat mein Antivirusprogramm blockiert (kleiner Tipp: schaut niemals Private Practice im online Livestream über Megavideo!) und mein Computer wurde nach und nach verseucht. Wochenlang habe ich versucht, das Problem allein in den Griff zu kriegen &#8211; mit mäßigem Erfolg. Es verabschiedeten sich mein DVD-Laufwerk, mein Drucker, Firefox, Google (ich krieg jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an den Moment zurückdenke), mein Blog (oder vielmehr mein Zugang dazu) und zu guter Letzt vor einigen Tagen auch der Internet Explorer und somit meine letzte Chance auf E-mail und Facebook. Also auf zum Notarzt und siehe da, der hatte das Problem in zwei Stunden erledigt! Hätte ich das geahnt! Hatte ich doch befürchtet wochenlang auf Internet, Fersehen, Musik, mein Leben verzichten zu müssen!</p>
<p>Aber soll ich euch was sagen, super war&#8217;s! Sich auf höhere Gewalt berufen zu können und einfach mal guten Gewissens Freizeit zu haben. Ich meine jetzt Freizeit im eigentlichen Sinn. So wie mit nicht-Bartendern den ganzen Tag am Badeschiff zu liegen und über häßliche Tatoos zu lästern, mit den Mädels im Park ne Flasche Crémant zu killen ohne über seine Perlage zu philosophieren oder abends in Kreuzberg einfach mal auf&#8217;n Bier zu gehen.</p>
<p>Versteht mich nicht falsch, ich liebe unsere verrückte Welt. Ich liebe es, Leute um mich zu haben, die genauso nen Knall haben wie ich, mit denen zu reden auch fachlich immer eine Bereicherung ist und für die Beruf absolut untrennbar von Berufung ist.</p>
<p>Trotzdem war dieser Ausflug in die andere Welt (ich rede von 08.00 Uhr aufstehen, als gaaanz andere Welt) die letzten Wochen wie Kururlaub. Hey, ich habe sogar die übliche, im Dunkeln leuchtende Bartenderblässe verloren und das war echt harte Arbeit!</p>
<p>Also, was ich euch hiermit sagen möchte, ist</p>
<p>a) ich bin nicht tot</p>
<p>b) Spaß kann man durchaus auch mit Tagmenschen haben</p>
<p>c) nutzt den Rest des Sommers und geht raus!!!! denn</p>
<p>d) es macht glücklich!</p>
<p>Hmm&#8230;super, daß ich eigentlich einen Post über Blindtastings schreiben wollte. Naja, vielleicht klappts ja nächstes mal&#8230;.</p>
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		<title>LVMH kanns eben doch!</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 11:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grütze]]></category>
		<category><![CDATA[Champagner]]></category>
		<category><![CDATA[Krug]]></category>

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		<description><![CDATA[Also erstmal vorweg: diesen Post schreibe ich eigentlich nur aus einem einzigen Grund, und zwar um euch alle ganz furchtbar neidisch zu machen. Jeder, der mich kennt, weiß daß ich mich eher für hochprozentige Amerikaner begeistere, als für französische Brause. &#8230; <a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/06/lvmh-kanns-eben-doch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-355" href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/06/lvmh-kanns-eben-doch/krug_champagner/"><img class="aligncenter size-full wp-image-355" title="krug_champagner" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/06/krug_champagner-e1276688704133.jpg" alt="" width="225" height="264" /></a>Also erstmal vorweg: diesen Post schreibe ich eigentlich nur aus einem einzigen Grund, und zwar um euch alle ganz furchtbar neidisch zu machen.</p>
<p>Jeder, der mich kennt, weiß daß ich mich eher für hochprozentige Amerikaner begeistere, als für französische Brause. Aber heute muß ich trotzdem mal. Mich begeistern. Für Brause.</p>
<p>Mir wurde nämlich am Montag eine ganz besondere Ehre zuteil. Während wir uns andererorts noch über das Marketing des Hauses LVMH stritten, wurde ich eingeladen an einer verkaufsfördernden Maßnahme der anderen Art teilzunehmen. Einer Krug Schulung in Frankfurt um genau zu sein.  Naja, es wird wieder mal was über Champagner erzählt, was ich wahrscheinlich sowieso schon weiß, wir trinken ein wenig Grande Cuvée und am Ende gibt&#8217;s wieder ein wunderhübsches Infoheftchen mit vielen schönen Bildern und wenig Inhalt&#8230;dachte ich.</p>
<p>Weit gefehlt! Das Atelier Amador sah dann doch mehr nach Sternerestaurant als nach Höhrsaal aus und die Flaschen, die da bereitstanden, verursachten mir schon leichte Schweißausbrüche. Nein Christina, ruhig bleiben, die sind nur zum angucken. Die machen die niemals auf&#8230;hab ich mir gesagt. Schon wieder falsch. Sie haben sie aufgemacht &#8211; alle. Vom Clos d&#8217;Ambonnay 1996, über Clos du Mesnil 1998, Vintage 1998, Collection 1985, Rosé, bis hin zum &#8220;normalen&#8221; Grande Cuvée kam alles ins Glas &#8211; das Ganze begleitet von spannenden Hintergründen zur Entstehung der einzelnen Weine erzählt von Olivier Krug und einem großartigen 3-Gänge Menü aus dem Hause Amador.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/06/krug1.jpg"></a><a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/06/krug1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-356" title="krug" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/06/krug1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><img src="file:///C:/DOKUME%7E1/Admin/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-3.png" alt="" /></p>
<p>Und &#8211; oh Wunder &#8211; ich habe einen neuen Lieblingschampagner. Nein, es ist nicht der Clos d&#8217;Ambonnay und auch nicht der Clos du Mesnil (wenn auch nur knapp geschlagen). Es ist der Krug Collection 1985, ein Beweis dafür, daß guter Champagner ganz hervorragend altern kann.</p>
<p>Aber was hat das ganze außer dieser Erkenntnis gebracht? Nun, ich würde sagen ne Menge. Mal ehrlich, wer von uns geht regelmäßig in Sternerestaurants und legt schonmal locker nen Nettomonatslohn für ne Flasche Schampus auf den Tisch? Wohl eher wenige bis gar keiner. Und wie soll ich den Gast überzeugen, soviel Geld auszugeben für etwas, daß ich nichtmal kenne? Jetzt weiß ich wenigstens wovon ich rede und daß es tatsächlich einen bemerkenswerten Unterschied gibt. Zu beurteilen, ob dieser Unterschied die Preisdifferenz zwischen z.B. einem Dom Perignon und einem Clos du Mesnil rechtfertigt, überlasse ich dann doch lieber den Menschen, die sich das leisten können.</p>
<p>Auf jeden Fall bin ich jetzt um eine seltene Erfahrung reicher, für die ich mich kaum genug beim Hause Krug bedanken kann. Ich kleines, naives Marketingopfer&#8230;</p>
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		<title>Willkommen im Zirkus!</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 10:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grütze]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute will ich mich mit einem Thema beschäftigen, das mir schon lange Kopfzerbrechen bereitet.  Der perfekte Gastgeber. In letzter Zeit hört man immer mehr Stimmen, die mahnen, vor lauter Mixologie und Bücherwälzerei nicht den Gast zu vergessen. So weit, so &#8230; <a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/06/willkommen-im-zirkus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-344" href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/06/willkommen-im-zirkus/zirkus/"><img class="alignleft size-full wp-image-344" title="zirkus" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/06/zirkus-e1276340686361.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a>Heute will ich mich mit einem Thema beschäftigen, das mir schon lange Kopfzerbrechen bereitet.  Der perfekte Gastgeber.</p>
<p>In letzter Zeit hört man immer mehr Stimmen, die mahnen, vor lauter Mixologie und Bücherwälzerei nicht den Gast zu vergessen. So weit, so gut. Viele &#8220;Topbartender&#8221; seien nur verkopfte Fachidioten, die es nicht hinkriegten ein normales Gespräch mit einem Gast zu führen. Definitiv nicht wünschenswert. Ein Bartender muß auch Entertainer sein. Hm.</p>
<p>Um dies zu gewährleisten gibt es neuerdings allerorts Seminare zum Thema Körpersprache (für alle Hotelmitarbeiter im 5* Bereich nichts wirklich neues), Barpsychologie und eben im Gastgeber sein.</p>
<p>Auf immer mehr Wettbewerben werden mittlerweile nicht nur die Drinks, sondern auch die &#8220;Performance&#8221; bewertet. Neue Arbeitstechniken sind gefragt. Japanese Stir, Hardshake, Softshake, Swizzle, Cuban Throw und wenn man nicht irgendwas anzündet, ist man sowieso von gestern. Eben eine richtige Show muß man abliefern, um ein guter Bartender zu sein. Die Bar wird zur Bühne. Flairtending 2.0. Na danke.</p>
<p>Ähm&#8230;entschuldigung? Bin ich die einzige, die denkt, daß wir da was essenzielles vergessen?</p>
<p>Zur Verdeutlichung: So richtiger Widerstand regte sich bei mir, bei Stan Vadrnas Vortrag zum Thema &#8220;The perfect Serve&#8221; auf der Cocktails &amp; Spirits. Er erzählte von Charisma und wie wir das trainieren könnten. Man solle sich Menschen mit Charisma zum Vorbild nehmen und möglichst viel von ihnen abschauen. Es vielen Sätze wie &#8220;&#8230;die Menge beherrschen&#8230;&#8221;, &#8220;&#8230;die Stimmung kontrollieren&#8230;&#8221;, &#8220;&#8230;komplette Aufmerksamkeit auf sich ziehen&#8230;&#8221; und gezeigte Vorbilder waren Dean Martin, Humphrey Bogart, Michael Hutchence und Elvis &#8211; alkohol- und drogensüchtige Selbstdarsteller, die nur für die Bewunderung und den Applaus lebten. Hallo???</p>
<p>Wir sind Dienstleister, Diener verdammt nochmal! Keine Showstars. Unser Job ist es, die Gäste und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen, nicht uns selbst! Und das bedeutet eben auch mal, sein Ego einzupacken und nicht jedem ungefragt auf die Nase zu binden, was man alles kann und was man alles weiß. Das bedeutet eben auch mal &#8220;ja, sehr gern&#8221; und &#8220;sehr wohl der Herr&#8221;.</p>
<p>Natürlich nicht immer. Freundliche Roboter, die immer nur ihre fünf Standardsprüche abspulen  will kein Mensch. Aber wieviel Persönlichkeit ist der Sache wirklich dienlich? Ernsthaft jetzt. Was ist das richtige Maß? Ist es wichtig, daß die Gäste mir die Hand schütteln und meinen Namen kennen, wenn sie die Bar verlassen? Oder sind sie vielleicht genauso glücklich, wenn sie einfach nur einen schönen Abend hatten mit tollen Drinks und perfektem Service?</p>
<p>Etwas sehr schönes, und wie ich finde weises, zu diesem Thema hat Tony Conigliaro ebenfalls bei seinem Vortrag auf der Cocktails &amp; Spirits gesagt. Zur Information, für alle, die noch nicht wissen, was er in seiner Londoner Bar 69 Colebrook Row treibt: Er macht die abgefahrendsten Sachen mit dem Erleben von Geschmack, die man sich vorstellen kann.Er extrahiert den Geschmack aus der einen Materie, um ihn dann in eine andere wieder einzupflanzen. Er spielt mit Speichelfluß anregenden Substanzen und gelagerten Cocktails. Er benutzt Vakuumdestillation zum Erzeugen von Infusionen,&#8230;Ich komme vom Thema ab&#8230;was ich eigentlich versuche zu sagen, ist:  wenn jemand was über seine Drinks zu erzählen hat, dann er. Aber auf die Frage eines Zuschauers, wie er denn den Gästen seine Drinks erklärt, sagt er (ich zitiere sinngemäß, weil Englisch): &#8221; Gar nicht. Ein guter Drink steht für sich selbst. Ich muß dem Gast nicht erzählen, was ich alles tolles damit angestellt hab und ich muß ihm auch nicht vorher erzählen, was er da gleich tolles trinken wird. Damit nehme ich ihm die Überraschung und die Möglichkeit den Drink selbst zu entdecken. Klar, wenn er Fragen hat, beantworten wir die gern&#8230;&#8221;</p>
<p>Vielleicht hätte er besser das Seminar über den perfekten Service machen sollen&#8230;</p>
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		<title>Jaja, gleich!</title>
		<link>http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/06/jaja-gleich/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 15:04:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grütze]]></category>

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		<description><![CDATA[Jaaaa, ich weiß, ich poste im Moment nur alte Kamellen. Aber bald&#8230;! Der Kopf ist voll, die Messer gewetzt, keine Sorge.  Allerdings möchte ich erstmal meine gesammelten Werke hier vereinigen und das hält alles ein wenig auf. Und wer weiß, &#8230; <a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/06/jaja-gleich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-265" href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/06/jaja-gleich/bau/"><img class="alignleft size-full wp-image-265" title="bau" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/06/bau-e1275836461938.jpg" alt="" width="220" height="219" /></a>Jaaaa, ich weiß, ich poste im Moment nur alte Kamellen. Aber bald&#8230;!</p>
<p>Der Kopf ist voll, die Messer gewetzt, keine Sorge.  Allerdings möchte ich erstmal meine gesammelten Werke hier vereinigen und das hält alles ein wenig auf.</p>
<p>Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja noch das ein oder andere, was euch letztes Jahr entgangen ist.</p>
<p>Neues ist in Arbeit! Echt jetzt! Schwöre!!!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Supernova Superstar!</title>
		<link>http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/06/supernova-superstar/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 13:17:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grütze]]></category>
		<category><![CDATA[Ardbeg]]></category>
		<category><![CDATA[Whisky]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal hören Menschen zu, oder sehen hin, oder lesen richtig&#8230;keine Ahnung wie in diesem Fall die richtige Formulierung ist. Ist auch egal. Jedenfalls bekam ich vor ein paar Wochen Besuch in der Bar. Der Brand Ambassador von Ardbeg/Glenmorangie war da &#8230; <a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/2010/06/supernova-superstar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/?attachment_id=151"><img class="alignleft size-full wp-image-151" title="ardbeg logo" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/05/ardbeg-logo-e1275052416414.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a>Manchmal hören Menschen zu, oder sehen hin, oder lesen richtig&#8230;keine Ahnung wie in diesem Fall die richtige Formulierung ist. Ist auch egal. Jedenfalls bekam ich vor ein paar Wochen Besuch in der Bar. Der Brand Ambassador von Ardbeg/Glenmorangie war da um &#8220;den Ardbeg Fan&#8221; Christina Schneider kennen zu lernen. Hm&#8230;fühle mich geschmeichelt, aber woher&#8230;? Ah ja, Mixology! In der letzten Ausgabe war zu lesen, wie bescheiden &#8220;der Ardbeg Fan&#8221; Christina Schneider den Rollercoaster findet, nämlich sehr bescheiden. Nicht daß es mich nicht schon genug verwundert, daß mich jemand nach meiner Meinung fragt und das dann druckt, aber daß das dann auch noch jemand liest&#8230;verrückte Welt.</p>
<p>Naja, worauf ich hinaus will, ist die Tatsache, daß offensichtlich nicht mein Verriss hängengeblieben ist, sondern mein absolutes Fan-sein.</p>
<p>Dem habe ich es dann wohl auch zu verdanken, daß vor ein paar Tagen ein Päckchen mit dem neuen Supernova, kurz und poppig SN2010 in meinem Briefkasten landete.</p>
<p>Sehr schickes Päckchen, muß ich zugeben. Aha, Pressemitteilung. Weg damit. Hm, Tastingnotes werden auch schon mitgeliefert. Ab in den Müll. Stylische DVD. Zack in die Ecke. Aha! Eine Flasche! Schnell aufgemacht und rein ins Glas.</p>
<p>Na dann mal ran an den Stoff. Meine Nase nähert sich begierig und voll großer Erwartungen dem Glasrand &#8211; um dann ganz schnell wieder zurückzuschrecken. Autsch! Die 60,1% tun weh. Und nicht nur die.  Da ist, wie zu erwarten war, ne Menge Torf, Öl, aber auch Süße und Frucht&#8230;nur irgendwie ist da Unordnung drin. Kein ruhiges, balanciertes &#8220;hhhhhmmm!&#8221; sondern ein an mir Zerren in 100 verschiedene Richtungen. Ich stelle ihn wieder weg und guck ihn böse an. Du wirst mich doch nicht schon wieder enttäuschen&#8230;! Okay, ich versuch&#8217;s trotzdem, vielleicht täuscht der erste Eindruck ja. Ich hoffe es.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/05/torfschicht.jpg"></a></p>
<p>Der erste Tropfen berührt meine Zunge und POW! Es trifft mich wie ein Faustschlag in die Magengrube! Baby, ich wußte du hast es drauf! Klar, Torf, Torf, Torf und so. Aber die wahre Überraschung ist diese extreme, malzige Süße, die die Torfnote beinahe blaß aussehen läßt. Der SN2010 füllt nicht nur den ganzen Mund, er tapeziert die gesamte Mundhöhle mit einem dicht gewobenen, dicken, sirupartigen Geschmacksteppich. Es ist eher gewaltig als subtil, mehr Klitschko als Mozart &#8211; ein wuchtiges Schwergewicht eben.</p>
<p>Ich lasse ihn eine Weile stehen, um den ersten Eindruck sacken zu lassen. Nach einer Stunde knöpfe ich ihn mir nochmal vor. Sieh an, auf einmal funktioniert auch die Nase. Mit etwas Wasser gefällt er mir sogar noch besser. Macht Spaß.</p>
<p>Dennoch&#8230;vergleicht man ihn z.B. mit einem Uigeadail, fehlt es ihm doch ein wenig an Raffinesse, an Komplexität. Vom Fass merkt man sehr wenig. Und zu entdecken gibt es auch nicht so viel. Er springt dir eben gleich ins Gesicht, präsentiert sich nackt auf dem Silbertablett, ist ehrlich und geradeaus.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/05/ardbeg_sn2010_bottle2.jpg"><img class="size-medium wp-image-178   aligncenter" title="ardbeg_sn2010_bottle" src="http://blog.schneiders-gesammelte-gruetze.de/wp-content/uploads/2010/05/ardbeg_sn2010_bottle2-206x300.jpg" alt="" width="206" height="300" /></a><a href="../wp-content/uploads/2010/05/ardbeg_sn2010_bottle1.jpg"></a></p>
<p>Nein, diesmal bin ich nicht enttäuscht. Ardbeg hat definitiv wieder einen großartigen Whisky geschaffen, der vor allem genau den Trend hin zu schweren, körperreichen, süßen und rauchigen Whiskys erfasst hat.</p>
<p>Die &#8211; mal wieder wunderschöne &#8211; Flasche gibt es ab Ende Mai für knappe 80 Euro. Ich sage: Kaufen!</p>
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